MPU - was nun?

Der drohende oder der tatsächliche Verlust des Führerscheins stellt in der Regel einen großen Einschnitt im Leben dar. Wird doch erst in diesem Moment deutlich, welch hohen Stellenwert die Fahrerlaubnis für das eigene Lebensgefühl und die Flexibilität hat.

Wird dann ein Antrag auf Wiedererteilung des Führerscheins bei der zuständigen Fahrerlaubnisbehörde nach Ablauf der Sperrfrist gestellt, prüft die Behörde, ob die dafür notwendige Fahreignung des Antragstellers gegeben ist. Hat die Behörde Zweifel, fordert sie eine Medizinisch – Psychologische - Untersuchung (MPU) an.

Informieren Sie sich hier bei der Bundesanstalt für Straßenverkehrswesen, geordnet nach Postleitzahlen, wo sie in ihrer Nähe die MPU absolvieren können.

Eignungszweifel bestehen bei folgenden Auffälligkeiten:
 

  • eine Alkoholfahrt ab 1,60%o
  • zwei und mehr Alkoholfahrten unter 1,6 %o
  • Verkehrsteilnahme unter Drogeneinfluss
  • ab 8 Punkten im Verkehrszentralregister in Flensburg

Ohne eine rechtzeitige Vorbereitung zum MPU Test ist es sehr schwer ein positives Ergebnis bei der Begutachtung zu erzielen. Statistische Erhebungen der Bundesanstalt für Straßenverkehrswesen zeigen, dass ca. 70 % der Führerscheinanwärter beim Erstversuch der MPU nicht bestehen. Die Ursachen  liegen dabei meist an einer mangelnden MPU Vorbereitung und/oder einem fehlenden Abstinenznachweis.

Das Hauptaugenmerk der MPU liegt auf dem psychologischen Teil der Untersuchung.

Das psychologische Gespräch beinhaltet folgende Schwerpunkte, um eine erneute Verkehrsauffälligkeit zuverlässig zu verhindern:

  • die Einsicht in das frühere Fehlverhalten
  • die Analyse der persönlichen Ursachen, die zu der Auffälligkeit geführt haben
  • vollzogene Konsequenzen für das aktuelle Verhalten
  • Erkennen von Risikofaktoren für die Zukunft
  • Vorsätze für die Zukunft

Nach dem Verlust bzw. dem drohenden Verlust ihres Führerscheins sollten Sie daher schnellstmöglich aktiv werden und sich über die Grundlagen für das Behalten oder die Wiedererlangung ihres Führerscheins informieren.

Denn gerade bei Alkohol- oder Drogenauffälligkeiten wird in vielen Fällen für eine positive MPU neben einer Aufarbeitung im Rahmen des psychologischen Teils als ein weiterer wichtiger weiterer Baustein eine Abstinenz von idR einem Jahr gefordert. Der Nachweis darüber muss immer VOR der MPU vollständig erfolgen.

Verlieren Sie also auf keinen Fall Zeit und wechseln Sie jetzt die Richtung!

Informieren Sie sich hierdarüber, wie Sie sich optimal auf die anstehende MPU vorbereiten können.
Sie wollen lieber persönlich ins Gespräch kommen - dann kontaktieren Sie uns!


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